Geh nah ran, dann noch näher
Licht verliert Farbe über jeden Meter, den es reist, nach unten UND seitwärts zu deinem Motiv. Eine Schildkröte aus 4 Metern Entfernung zu fotografieren kostet dich mehr Farbe als 15 Meter tief zu sein. Füll das Bild.

Ratgeber Unterwasserfotografie
Du hast einen roten Anemonenfisch gesehen. Deine Kamera einen grauen. Hier ist die Physik dahinter, und wie die Farbkorrektur sie in Sekunden umkehrt.
Kurze Antwort
Wasser absorbiert rotes Licht schon in den ersten 5 Metern, deshalb zeichnen Kameras blaugrüne Szenen auf. Farbkorrektur-Software misst, wie ausgehungert der Rotkanal ist, und baut ihn aus den verbleibenden Daten wieder auf. Unser kostenloses Fotokorrektur-Tool macht das automatisch in deinem Browser: Foto reinziehen, echte Farben zurückbekommen, in voller Auflösung ohne Wasserzeichen herunterladen.
Sonnenlicht sieht weiß aus, aber es ist eine Mischung aus Farben, jede mit ihrer eigenen Wellenlänge. Wassermoleküle absorbieren lange Wellenlängen viel schneller als kurze. Rot hat die längste Wellenlänge der sichtbaren Farben, also ist es das erste Opfer. Bei 5 Metern Tiefe ist das meiste rote Licht einfach weg. Orange folgt bei etwa 10 Metern, Gelb bei 20.
Blau und Grün haben kurze Wellenlängen, also reisen sie viel tiefer. Deshalb sieht der Ozean blau aus, deshalb wirkt ein Wrack in 30 Metern monochrom, und deshalb kommt jedes unbearbeitete Tauchfoto mit demselben blaugrünen Stich nach Hause. Deine Augen gleichen das beim Tauchen teilweise aus, weil dein Gehirn sich erinnert, wie ein Clownfisch oder eine Koralle aussehen sollte. Deine Kamera hat keine solche Erinnerung. Sie zeichnet das Licht auf, das tatsächlich ankommt.
Ein Detail, das die meisten Taucher übersehen: Der Verlust zählt jeden Meter, den das Licht reist, nicht nur senkrecht nach unten. Sonnenlicht fällt auf deine Tiefe, prallt dann von deinem Motiv ab und reist seitwärts zu deiner Linse. Ein Hai, aus 5 Metern Entfernung fotografiert, verliert nochmal etwa so viel Farbe, wie die Tiefe schon genommen hat. Deshalb ist "geh nah ran" die älteste Regel der Unterwasserfotografie.
Was in der Tiefe überlebt (klares Meerwasser)
Der automatische Weißabgleich wurde für Probleme an Land entwickelt: warme Glühbirnen, kühler Schatten, bewölkter Himmel. Die verschieben Farben nur ein wenig. Wasser verschiebt Rot nicht, es entfernt es. Bei 20 Metern sind fast keine roten Photonen mehr da, die die Kamera verstärken könnte, also gibt der automatische Weißabgleich auf und liefert die blaue Szene, wie sie ist.
Der eingebaute Blitz rettet dich auch nicht. Er trägt Vollspektrum-Licht, aber nur etwa anderthalb Meter weit. Darüber hinaus beleuchtet er meist die Partikel, die zwischen dir und dem Motiv schweben, und das ist der Backscatter-Schnee, den du auf vielen Blitzaufnahmen siehst.
Die ehrliche Lage ist also: Wenn du nicht mit großen Blitzen aus kurzer Distanz fotografierst, sind die Farbdaten in deiner Datei verbogen. Die gute Nachricht ist, sie sind auf eine vorhersehbare, physikalisch bedingte Weise verbogen. Und alles Vorhersehbare lässt sich per Software umkehren.
Eine richtige Unterwasser-Korrektur ist schlauer als das Ziehen an einem Wärme-Regler. Das passiert unter der Haube, und das ist es, was unser kostenloses Fotokorrektur-Tool mit jedem Foto macht:
Das Tool tastet das ganze Bild ab und liest den Durchschnitt jedes Farbkanals aus. Ein Foto aus 15 Metern trägt vielleicht nur ein Fünftel der Rot-Energie, die es haben sollte. Diese Lücke sagt dem Algorithmus, wie tief und wie weit das Licht gereist ist.
Du kannst das schwache Rot-Signal nicht einfach multiplizieren, das verstärkt nur das Rauschen. Stattdessen mischt der Algorithmus Informationen aus den gesunden Grün- und Blaukanälen über eine Farbmatrix zurück ins Rot, dieselbe Mathematik hinter bezahlten Apps wie Dive+.
Licht unter Wasser ist flau, also streckt das Tool jedes Kanal-Histogramm, bis die dunkelsten Pixel wirklich dunkel und die hellsten hell sind. Kontrast und Punch kommen zurück, ganz ohne künstliches Nachschärfen.
Eine naive Korrektur färbt offenes blaues Wasser rosa oder magenta. Der Algorithmus erkennt Wasserbereiche und hält ihren Farbton, damit der Fisch sein Rot zurückbekommt, während das Blau dahinter ehrlich bleibt.
Alles läuft in deinem Browser, auf deinem Gerät. Nichts wird hochgeladen, was auch der Grund ist, warum es sogar bei Boots-WLAN gut funktioniert.


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Bearbeiten rettet Fotos. Diese Gewohnheiten sorgen dafür, dass es weniger zu retten gibt. Es sind dieselben Tipps, die unsere Guides auf dem Boot zwischen den Tauchgängen teilen.
Licht verliert Farbe über jeden Meter, den es reist, nach unten UND seitwärts zu deinem Motiv. Eine Schildkröte aus 4 Metern Entfernung zu fotografieren kostet dich mehr Farbe als 15 Meter tief zu sein. Füll das Bild.
Die oberen 10 Meter halten das meiste warme Licht. Riffdächer, Schnorchel-Aufnahmen und Sicherheitsstopps sind dort, wo Fotos direkt aus der Kamera noch farbig aussehen.
Ein Rotfilter blockiert einen Teil des blauen Lichts, damit die Kanäle wieder ausgeglichen sind. Er funktioniert in blauem Wasser in mittleren Tiefen, aber er klaut Licht, also lass ihn an dunklen Tagen und unter 25 Metern weg.
Ein Videolicht oder Blitz trägt das volle Spektrum mit dir. Es reicht nur 1 bis 2 Meter weit, also ist es für Nahaufnahmen: Fischportraits, Korallen, Makro. Ein Wrack kann es nicht ausleuchten.
RAW-Dateien behalten alle Farbdaten, damit Korrekturen sauber bleiben. Kein RAW? Stell den manuellen Weißabgleich auf einer weißen Tafel alle paar Meter Tiefenänderung ein. Und korrigier den Rest in der Nachbearbeitung.
Das beste Kameratraining ist Grundzeit. Komm auf eine tägliche Tauchtour in Hurghada und unsere Guides helfen dir mit den Kameraeinstellungen an Bord.
Gut zu wissen
Was Taucher uns über blaue Fotos fragen und wie man sie repariert
Der schnellste Weg ist ein automatisches Farbkorrektur-Tool. Unser kostenloses Fotokorrektur-Tool auf divetoday-hurghada.com/photo-fix läuft in deinem Browser: Foto reinziehen, es misst, wie viel Rot das Wasser entfernt hat, und holt es zurück, dann justierst du mit Reglern fein und lädst in voller Auflösung herunter. Keine App-Installation, kein Upload, kein Wasserzeichen.
Wasser absorbiert die Lichtfarben eine nach der anderen. Rot ist bei etwa 5 Metern weg, Orange bei 10, Gelb bei etwa 20. Deine Kamera zeichnet auf, was übrig ist, und das ist meist Blau in klarem Meerwasser und Grün, wo mehr Algen oder Sediment sind. Das ist reine Physik, kein Kamerafehler.
Grobe Regel in klarem Wasser: Rot verblasst bei 5 Metern, Orange bei 10, Gelb bei 20, und unter 30 Metern bleiben dir Blau- und Grüntöne. Die Entfernung zu deinem Motiv zählt auch, weil das Licht auch seitwärts vom Motiv zu deiner Linse reist.
Ja, in Grenzen. Ein Rotfilter balanciert das Licht zwischen etwa 5 und 25 Metern in blauem Wasser neu aus, weshalb GoPro-Taucher sie lieben. Aber Filter kosten dich Licht und funktionieren in der Tiefe nicht mehr, also kombinieren die meisten Taucher einen Filter mit einer Software-Farbkorrektur danach.
Ja. Die Physik ist für jede Kamera gleich, also ist die Lösung gleich. Unser kostenloses Tool funktioniert mit JPG- und PNG-Fotos von GoPros, Handys, Kompaktkameras und Drohnen, direkt im Browser auf deinem Handy. iPhone-HEIC-Fotos müssen nur zuerst als JPG gespeichert werden.
Mach beides. Geh nah ran, bleib flach, wenn du kannst, und nutz Licht oder einen Filter. Aber selbst Profis kommen mit blauen Aufnahmen von tiefen oder weiten Szenen nach Hause, und Software repariert die in Sekunden. Deshalb haben wir ein kostenloses Korrektur-Tool für unsere Taucher gebaut.
Das Wasser hat 28°C, die Sicht liegt über 30 m, und morgen um 8 Uhr legt ein Boot mit deinem Namen ab.